Ansicht von Schloss Solitude

Dem Himmel ganz nah

Die Kuppel

Als krönender Abschluss thront die ovale Aussichtsplattform auf der Kuppel von Schloss Solitude. Sie bot dem Erbauer Herzog Carl Eugen und seiner Gesellschaft einen außergewöhnlichen Blick über das Strohgäu, den Kreis Ludwigsburg und die bewaldeten Höhen von Stuttgart.

Luftansicht von Schloss Favorite Ludwigsburg mit Altan

Schloss Favorite Ludwigsburg mit Altan.

Eine Planänderung

Wie bei anderen Lust- und Jagdschlössern auch gehörte die Aussichtsplattform am höchsten Punkt von Schloss Solitude von Anfang an zur Planung. Doch im Gegensatz zur heutigen Gestalt befand sich im 18. Jahrhundert auf der Kuppel offenbar ein hoher turmartiger Rundbau, der nur durch mehrere Zeichnungen überliefert ist. Eine ähnliche Aussichtsplattform, allerdings als Flachdachkonstruktion, kann auf dem Dach von Schloss Favorite in Ludwigsburg besichtigt werden.

Über enge Treppenstiegen

Während das Hauptgeschoss von Schloss Solitude bequem und mühelos über die vier breiten Treppen erreichbar ist, sind die eineinhalb Stockwerke bis zur Aussichtsplattform auf der Kuppel nur durch eine versteckte Wendeltreppe auf der Nordseite zu überwinden. Dunkel, eng und staubig, aber auch geheimnisvoll und abenteuerlich präsentiert sich der einzige Zugang zum Dach. Den mussten auch die hohen Herrschaften nehmen, wenn sie die bezaubernde Aussicht genießen wollten.

Luftansicht von Schloss Solitude mit Offizien- und Kavaliersbauten

Schloss Solitude bietet einen Rundumblick.

Schöne Aussichten

Erst von der Aussichtsplattform aus erschließt sich die Größe des Schlosskomplexes und die Weite der ehemaligen Gartenanlagen. Von hier aus ließ sich der Fortgang der Bauarbeiten im Schlossgarten und bei den Gebäuden genauso verfolgen wie das Treiben der höfischen Gesellschaft in den Irrgärten oder im Heckentheater.

Detailansicht der Deckenkehle im Weißen Saal von Schloss Solitude

Fenster, Stuck und Bilder zwischen Wand und Decke.

Seltene Einblicke

Im Gegensatz zu den prächtigen Wand- und Deckenverzierungen in den herzoglichen Wohn- und Repräsentationsräumen wurde im Dachgeschoss und in den Gängen beziehungsweise Treppenhäusern der Kuppel auf jegliche Gestaltung verzichtet. Hier kann die aufwendige Dachkonstruktion studiert werden. Außerdem bieten die ovalen Fenster des Weißen Saals einen ungewöhnlichen Blick auf das Deckengemälde und die prächtigen Stuckdekorationen.

Lassen Sie sich den Blick von der Schlosskuppel nicht entgehen und nehmen Sie an einer Sonderführung teil. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert!

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