Schloss Solitude

Kupferstich der Schlossanlage

Man vergnügte sich bei Theater, Ballett, bei Festen und Jagden, in die auch das Bären-Schlössle miteinbezogen wurde, bewunderte Feuerwerke und unternahm Partien in die umliegenden Wälder. Trotz aller höfischen Repräsentation nutzte Carl Eugen die Solitude als Rückzugsort, hier arrangierte er auch Treffen mit seiner Maitresse Catharina Bonafini.

Nordseite von Schloss Solitude

Um 1770 verlor Carl Eugen- zugunsten Hohenheims- das Interesse an der Solitude. Unter Johann Caspar Schiller wurde der Garten in Baumschulen umgewandelt, um 1810 waren die Gärten und die meisten Gebäude eingeebnet.

Unter König Wilhelm I. (reg. 1816-1864) wurde das Bärenschlössle wiederaufgebaut. Seit 1830 ist die Solitude der Öffentlichkeit zugänglich.

Kopfbau des Officenbaus

Im Jahr 1990 wurde im Officienbau die Akademie Schloss Solitude untergebracht, ihre Stipendiaten arbeiten und leben in den restaurierten Räumen. Die Schlossgastronomie im Cavaliersbau und das seit 1995 zugängliche Informationszentrum zur Schlossgeschichte beleben die Einsamkeit der Solitude. Die schon von Zeitgenossen geschätzte Lage zieht alljährlich viele Besucherinnen und Besucher an: „Die Aussicht von da ist eine der herrlichsten der Welt“ urteilte 1784 Gottfried von Rosenstein.

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Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook